Wettkampfbericht Challenge Kaiserwinkl Walchsee

Anreise mit dem Auto nach Kaiserwinkl:

Die Autofahrt betrug 6h. Als wir am Donnerstagabend am Walchsee angekommen sind, waren schon zahlreiche Athleten dort und trainierten noch wie verrückt vor dem Rennen. Es kam mir vor wie ein kleines Hawaii – dort hat man schon frühmorgens Athleten herumeilen sehen, also nichts Beunruhigendes für mich!

Auch ich schaute vor Ort die Strecken ganz genau an und versuchte mir ein Bild zu machen über die Härte derStrecke. 1,9km Schwimmen, 85km Rad, 21km Lauf. Bei der Radstrecke mussten sie aufgrund einer Baustelle 4,5km flache Strecke streichen. Somit veränderte es die ursprüngliche Rennstrecke ein wenig und es resultierten neu Bestzeiten.

Die Challenge, welche eine eigenständige Marke ist (wie Ironman), machte an diesem Event auf der Halbdistanz gleich auch ihre Europameisterschaft. Das heisst, dass starke ProfiAthleten und auch wiederum Starke Altersklassen-Athleten, welche sich auf dieser Distanz spezialisiert haben, daran teilnahmen. Auffallend ist, dass die beiden unter mir liegenden Altersklassen 19-24 und 25-29 sehr gut waren. Das zeigte mir, dass junge Athleten, welche von der olympischen Distanz her kommen, auch extrem schnell auf der Mitteldistanz sein können.

Als am Vortag jeder sein Rad in die Wechselzone eingecheckt und seine Sachen bereit gemacht hat für einen schnellen Wechsel, war schon so einiges geschafft und der Wettkampf konnte am nächsten Morgen erfolgen.

Der Schwimmstart folgte gestaffelt – das heisst, man startete nach Altersklasse und immer in abständen von 3s. Das Schwimmen ging ich zurückhaltend an. Ich schwamm fast alles alleine da immer wieder vor mir liegende Athleten überholt werden mussten. Es resultierte eine Schwimmzeit von 28min. Wenn man die knappe Vorbereitung beachtet (geschlossene Hallenbäder im Winter), bin ich mit dieser Leistung zufrieden. Der Radwechsel gelang schnell und schon befand ich mich auf dem hügeligen Kurs, welcher in zwei Runden gefahren werden musste. Ich hatte ein gutes Gefühl auf dem Rad und ich konnte meine Taktik (in den Anstiegen pushen) gut umsetzen. Mit meiner Radzeit von 2h14 min auf den 1200 hm war ich bei den Leuten.

Als ich in die Wechselzone einlief, bemerkte ich, dass bereits die ersten Profi-Männer ins Ziel kamen. Diese starteten allerdings 60min früher. Als ich meine Laufschuhe angezogen hatte und loslief, bekam ich Schwierigkeiten mit der Hitze. Die Sonne hatte nun gegen die Mittagszeit ihre volle Kraft entfaltet und ich wusste aus Erfahrung, dass ich somit etwas 10 Sekunden pro Kilometer verlieren werde. Dies deshalb, weil der Körper auch noch Energie verwenden muss, um den Körper zu kühlen. Schliesslich gelang ich mit einer Laufzeit von 1h 23min ins Ziel.

Dies bedeutete auch eine Gesamtzeit von 4h 11min. Ich hatte somit einen Rückstand von 15% auf den ersten Profi-Mann. Damit bin ich noch ein wenig zu langsam für die Pro-Lizenz (10%). Mit dem 5. Platz in der AK 30-35J und der Qualifikation für die Challenge Championships in der Slowakei bin ich zufrieden. Allerdings findet das Championships-Rennen eine Woche nach dem Inferno Triathlon statt und es wird mir deshalb nicht möglich sein dort zu starten.

Wie geht es nun weiter?

Die nächsten zwei Wochen lasse ich das Training ruhig angehen – da auch noch die zweite Covid-Impfung ansteht und ich mich vollständig erholen möchte. Das nächste Programm steht schon fast fest und ich freue mich jetzt in das umfangreichere, jedoch wenig intensive Training für den Inferno Triathlon einzusteigen. Da kann ich auch vermehrt das Bike im Training integrieren, was immer Spass macht !

Wir hören uns bald!

Gruss Stefu.